Carrières sur Seine (Yvelines)
Ab Chatou kann man ebenfalls weiter entlang der Seine den Wegen der Impressionisten folgen. Dabei kommt man an den Stellen vorbei, wo die Maler wie u.a. Claude Monet, Maurice de Vlaminck, André Derain und Georges Braque ihre Staffeleien aufgestellt haben, um die Landschaften auf ihren Bildern wiederzugeben.
Carrières sur Seine befindet sich ebenfalls im Departement les Yvelines und hieß in der Römerzeit Quadraria. Der offizielle Gründer des Weilers war der Abt Suger von Saint-Denis im Jahre 1137, um die Ländereien und Einkommen der Abtei zu vergrößern. Damals gab es dort viele Kalksteinbrüche die bis zum XIX. Jahrhundert abgebaut wurden. Wie es auch bei den umgebenden Orten der Fall war, hatten die Könige Heinrich II und Heinrich IV fünf Jahrhunderte später hier ihr Jagdgebiet.
Es bestehen noch Überreste von der Zehntscheune aus dem XII. Jahrundert, die unter Denkmalschutz stehen. Es handelte sich dabei um eine Scheune in der Steuern in Form von Naturalien aus der Landwirtschaft gelagert wurden. Diese Naturalien waren für die katholische Kirche bestimmt und stellte ein Zehntel der Ernte dar.
Es befinden sich dort auch einige Wohnhöhlen, die durch Aushöhlung von Felsen für Wohnzwecke genutzt werden. Das Wort troglodyt bedeutet in griechisch Höhlenbewohner. Die Troglodyten waren antike Volksstämme aus Ägypten in der Nähe des Roten Meers.
Im Jahre 1838 wurde in der Kirche Saint-Jean-Baptiste ein Altarretabel aus dem XII. Jahrhundert mit drei Einzelszenen gefunden : die Verkündigung des Herrn, die thronende Madonna mit dem Jesuskind und die Taufe Jesu. Heute ist dort eine photographierte Reproduktion des aus Stein gemeißelten Retabels. Das Original befindet sich im Museum Le Louvre in Paris. In der Kirche gibt es ebenfalls schöne Glasmalereien wie diese:
Der Park und das Rathaus der früheren Regierungsform wurden erhalten. Der Park steht unter Denkmalschutz und ist das Werk von Claude Desgoffes, Neffe von Le Nôtre. Es wird angenommen, das die Favoritin von Ludwig XIV., Louise de la Vallière, das frühere Rathaus bewohnte und hier ihren Geliebten empfang.