Von der Cité zur rue de la Huchette (Paris)
Nach dem ausgezeichnetem Buch « Métronome » vom Schauspieler und Schriftsteller, Lorànt Deutsch, in dem er 21 Jahrhunderte von Paris anhand von 21 Pariser U-Bahnstation erzählt, hatte ich Lust ähnliche Spaziergänge in Paris zu machen. Für meine spontan beschlossenen Wege, habe ich ebenfalls den unentbehrlichen Reiseführer „Guide Bleu“ für Paris benutzt.
Ich habe es nicht für wichtig empfunden, hier Einzelheiten zu erklären und habe mich somit auf das Wesentliche beschränkt, denn es genügt, ein Thema im Internet einzugeben und Sie haben alles zur Auswahl. Mit den Fotos ist es ebenso. Ich habe die Orte und Monumente aufgenommen, die nicht so gefragt sind, die für mich aber auch interessant sind.
Die Île de la Cité sei die Wiege der Stadt Paris, die man früher Lutetia nannte. Es war Julius Cesar, der ihr diesen Namen im Jahr 52 v. Chr. gab. Die siegreichen Römer überließen den Parisii die Insel und bauten auf dem linken Ufer der Seine eine neue römische Stadt auf mit Thermen, einem Forum und einem Amphitheater.
Als die Ringautobahn A86 gebaut wurde, hat man im westlichen Vorort von Paris, Nanterre, Reste einer größeren gallischen Stadt gefunden, wonach man annehmen kann, dass sich die erste Stadt Lutetia hier befand.
Trotz dieser Ungewissheit möchte ich unseren Spaziergang auf der Île de la Cité beginnen, und zwar am Pont Neuf, der ältesten Brücke von Paris.
Bei der Statue von Heinrich IV., von 1818, steigt man die Treppe runter zur Inselspitze, dem Square du Vert Galant, der uns den ursprünglichen Pegelstand der Île de la Cité anzeigt.
Wenn man die Treppe wieder raufsteigt, befindet man sich gegenüber dem Place Dauphine, der uns zur Westfassade des Palais de Justice, rue de Harly, führt. Vom 10. bis 14. Jahrhundert war er die königliche Residenz von Paris.
Die Fassaden zwischen dem Tour d’Argent und dem Tour de l’Horloge des Palais de Justice werden zurzeit restauriert:
Vom Palais de Justice geht es weiter zur Notre Dame. Der Bau dieser Kathedrale wurde vom Bischof von Paris, Maurice Sully, 1160 beschlossen und die Bauarbeiten dauerten 107 Jahre. Man kann noch Abdrücke der alten Straßen, die die Kathedrale umgaben, auf dem Domvorplatz erkennen. Hier befindet sich auch der „Kilometer Null“, Referenzpunkt aller Straßen Frankreichs.
Auf demselben Domvorplatz der Kathedrale, befindet sich auch das älteste Krankenhaus von Paris „l’Hôtel Dieu“, das 651 vom Pariser Bischof Landericus gegründet und von 1866 bis 1878 vom Baron Haussmann wieder neu erstellt wurde.
Nach der Brücke « Le Petit Pont », befinden wir uns gegenüber des Platzes „Square Viviani“ mit seinem alten Baum, die Robinie, und daneben die Kirche „Saint-Julien le Pauvre.
Die nach dem Botaniker Jean Robin benannte Robinie kommt aus Nordamerika und wurde 1602 dort eingepflanzt.
Nachdem wir die Rue du Petit Pont überquert haben, kommen wir zur Kirche Saint Séverin, einer der ältesten Kirchen des linken Seine-Ufers.
Daneben : die Rue de la Huchette mit Restaurants und dem Theater de la Huchette, wo seit 1957 die Stücke von Eugène Ionesco „die kahle Sängerin“ und „die Unterrichtsstunde“ ununterbrochen aufgeführt werden. Und der Jazzkeller „Caveau de la Huchette“, wo seit 1946 die besten Jazz-Bands spielen.