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Deutsch-Französische Fundstücke

Museum Antoine Bourdelle (Paris)

3. März 2016, 13:21pm

Veröffentlicht von Renate

Antoine Bourdelle wurde am 30. Oktober 1861 in Montauban geboren. Schon in seiner frühen Kindheit zeigt sich sein Talent für das Zeichnen und mit 13 Jahren begann er als Holzschnitzer in der Möbeltischlerei seines Vaters zu arbeiten, der Möbel nach eignen Entwürfen schnitzte. Gleichzeitig nahm Antoine Bourdelle an Kursen in der Zeichenschule von Montauban teil und lernte dort die Technik der Modellierung nach Kopien antiker Gipsabgüssen. Im Jahr 1876 bekam er ein Stipendium und die Zulassung für die École des Beaux-Arts in Toulouse.

 

Er arbeitete zwei Jahre im Atelier von Alexander Falguière. Danach, ab 1893 war er Assistent von Rodin. Ihre Zusammenarbeit dauerte 15 Jahre. Ausstellungen und Aufträge folgten und von 1909-1929 unterrichtete Bourdelle an der Akademie de la Grande Chaumière. Zu seinen Schülern zählten unter anderem Alberto Giacometti, Maria Elena Vieira da Silva, Germaine Richier. Er wurde ebenfalls mit dem Bau des Theaters des Champs-Élysées von 1910-1913 beauftragt, wo er als Architekt, Bildhauer und Maler fungierte.


Ab 1885 wohnte Antoine Bourdelle in seiner Werkstatt, 16 impasse du Maine – gleich neben dem Stadtviertel von Montparnasse – wo sich heute das Museum befinet.

 

 

Auf Wunsch von Bourdelle wurden die gesamten Sammlungen des Bildhauers in den Werkstätten, wo er sein Leben lang gewohnt und gearbeitet hat, ausgestellt. Im Mai 1949 stellten die Erben des Künstlers, Cléopâtre Bourdelle, seine Frau, und Rhodia Dufet-Bourdelle, seine Tochter, der Stadt Paris die Werkstätten, das Gelände und die gewaltigen von ihm geschaffenen Werke zur Verfügung.

Das Museum Bourdelle hat drei Gärten, von denen im ersten einige der bekanntesten seiner Werke bewundert werden können.

 

 

Fauna et Ziegen Denkmalprojekt für Debussy (1907 - 1909)

 

 

 

Héraclès Bogenschütze, Auftrag an Bourdelle vom Staat im Jahr 1924

 

Sapho zweite Zusammensetzung (1887-1925)

 

In den beiden inneren Gärten befinden sich sowohl monumentale Skulpturen als auch vertraulichere Werke.

 

 

Beethoven im Wind, Fassung ohne Stoff (1904-1908)

 

 

Die Musiker, tchechoslowakisches Quartett (1916)

 

 

Honoré Daumier, Denkmalprojekt

 

184 Model des Denkmals von General Alvear (1913-1923)

 

Bedeutende Künstler des zwanzigsten Jahrhunderts fanden sich oft bei Antoine Bourdelle ein. Seine Werkstatt hat ihr historisches Gefüge beibehalten : die riesige Glasüberdachung sowie die Mezzanine, von wo aus der Künstler seine Skulpturen aus einer ungewöhnlichen Perspektive beurteilen konnte.

Bourdelles Gemälde aus Marmor, Gips und Bronze befinden sich neben mehreren Werken seiner Sammlung.

 

 

 

 

Hier eine Akt-Skulptur eines sitzenden Mannes, die Bourdelle während seiner Auosbildung in der École des Beaux-Arts von Toulouse realisiert hat.

 

 

Am 2. April 1913 wurde das Theater des Champs-Élysées feierlich mit mehreren Konzerten von Debussy, Saint-Saëns und Fauré eingeweiht. Bourdelle hatte viele Gemälde und Skulpturen dafür erstellt und auch an der architektonischen Projektentwicklung teilgenommen.

 

 

Der Saal Portzamparc ist eine Erweiterung des Museums (1989-1992), wo man unter anderem ein Fragment des Monuments (1909-1928) des Dichters Adam Mickiewics entdecken kann.

 

 

Und Studie der Hand für das Monument Adam Mickiewicz (1909-1928)

 

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