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Deutsch-Französische Fundstücke

Bad Kissingen (Deutschland)

10. August 2015, 09:56am

Veröffentlicht von Renate

Der bekannte Kurort Bad Kissingen in Bayern liegt in Unterfranken am südöstlichen Rand des Naturparks Bayerische Rhön. Bäder, Mineralwasser und Schlamm sind berühmt für ihre heilenden Eigenschaften und haben seit dem neunzehnten Jahrhundert prominente Persönlichkeiten, unter anderem die Kaiserin Elisabeth von Österreich, Zar Alexander II, König Ludwig II von Bayern, Bundeskanzler Otto von Bismarck und den Schriftsteller Leo Tolstoi empfangen.

Bad Kissingen (Deutschland)
Bad Kissingen (Deutschland)

Kissingen entstand vermutlich um einen königlichen Hof, der auf dem Weg zwischen den Pfalzen Hammelburg und Salz lag. Um 1235 wurde Kissingen zur Stadt erhoben. Bis ins 14. Jahrhundert bekam Kissingen dann das Bild, das bis in die Zeit um 1820 erhalten blieb : ein quadratischer Grundriss mit meist rechtwinkligen Gassen. Es war eine Landstadt, deren Leben und Wirtschaft einem Dorf ziemlich nahe kam.

 

Das mitteralterliche Kissingen lag, umschlossen von seiner Stadtmauer, abseits der Fernverkehrswege. Die Stadt war lediglich mit den Nachbarorten über Wege verbunden, die Feldwegen gleich, nur in den Sommermonaten und bei gutem Wetter befahrbar waren.

 

Der Bau der Eisenbahnlinie nach Schweinfurt verbesserte die Verkehrslage der Stadt beträchtlich. Die Eisenbahntrasse wurde im Oktober 1871 eröffnet.

 

Seit 1939 kann man jedoch noch immer zwischen Bad Kissingen und Bad Bocklet wie ehedem mit der Postkutsche reisen. Es ist die letzte Postkutsche, die noch in Deutschland besteht.

 

Es existiert auch seit August 1877 eine Dampfschifffahrt zwischen Kissingen und der Saline.

Bad Kissingen (Deutschland)

Wie in Paris und anderen Städten gibt es jetzt auch in Kissingen einen Ostseestrand unter dem Motto : « Saaleufer trifft Küstenstrand » mit 130 Tonnen Sand und originalen Strandkörben.

Bad Kissingen (Deutschland)

Die Pfarrkirche Herz-Jesu wurde 1882-1884 als Nachfolgekirche der Jakobuskirche im neugotischen Stil errichtet. Mit ihrem 60 Meter hohen Turm ist sie ein unübersehbares Wahrzeichen der Stadt. Im Jahr 2003 wurde die Kirche im Rahmen einer Gesamtsanierung, dem II. Vatikanischen Konzil entsprechend, eingerichtet.

Bad Kissingen (Deutschland)
Bad Kissingen (Deutschland)Bad Kissingen (Deutschland)

Im Zentrum Bad Kissingens befindet sich am historischen Marktplatz das alte Rathaus.


In dem 1577 errichteten Gebäude wurden die Entwicklungsstränge des Bürgertums, der kommunalen Verwaltung und des Handels gebündelt. Es ist heute Stadtinformationsstelle und Ausstellungsgebäude.

Bad Kissingen (Deutschland)

Die Stadtbücherei ist hier auf drei Stockwerke verteilt mit einem Bestand von über 25,000 Medien.

Bad Kissingen (Deutschland)

Bei der nahegelegenen Jakobuskirche handelt es sich um eine alte katholische Stadtpfarrkirche. Das Untergeschoss des Turmes stammt aus dem frühen 14. Jahrhundert. Der Baustil zeigt den Übergang von Rokoko zum Klassizismus. Urkundlich wird eine Kirche an dieser Stelle erstmals 1286 erwähnt.

Bad Kissingen (Deutschland)Bad Kissingen (Deutschland)
Bad Kissingen (Deutschland)

Kein provinzielles Kurstädtchen, sondern ein Badeort auf Weltniveau sollte Kissingen nach dem Willen des Bayerischen Königs Ludwig I. werden. Im Juli 1833 beauftragte er seinen Münchner Hofarchitekten Friedrich von Gärtner mit der Neuordnung der Kuranlagen. Zum Herzstück wurde der 1838 eröffnete Arkadenbau: Stilvolle Bogengänge, die sich in drei Flügeln zum Kurpark hin öffnen sowie ein dahinterliegender „Konversationssaal“.

 

Pandur“ und „Rakoczy“ sind die beiden Zwillingsquellen im Kurpark unweit des Saaleufers. Friedrich von Gärtner errichtete 1842 einen damals spektakulären Pavillon aus Gusseisen über den beiden Quellbecken. Diesen Pavillon ließ Max Littmann 1909 niederlegen. Er plante stattdessen eine gewaltige Wandelhalle mit Brunnenhalle, die Kissingens bedeutendste Heilquellen mit einem Hauch des Sakralen umgeben sollten.

Bad Kissingen (Deutschland)
Bad Kissingen (Deutschland)Bad Kissingen (Deutschland)

Ende des 19. Jahrhunderts war Friedrich von Gärtners Konversationssaal dem Kurgastaufkommen nicht mehr gewachsen. Daher entwarf Max Littmann entlang der Ludwigsstraße ein neues vornehm zurück-haltendes Festsaalgebäude mit einer elegant geschwungenen Auffahrt. Mittelpunkt des Baus ist bis heute der große Festsaal, eine 36 Meter lange, akustisch hervorragende, Konzerthalle, in der über 1.000 Besucher Platz finden.

Bad Kissingen (Deutschland)
Bad Kissingen (Deutschland)

Das Spielcasino Bad Kissingens befindet sich gleich daneben, wo man seit Beginn des 19. Jahrhundert beim Roulette und Black Jack sein Glück versuchen kann. Auch kann man dort einen alten Roulette-Kessel von 1839 bewundern. Das Denkmal geschützte Gebäude bietet den Gästen neben den zwei Spielsälen ebenfalls einen Besuch im Restaurant « Le Jeton » an.

Bad Kissingen (Deutschland)Bad Kissingen (Deutschland)

Der ehemalige Schlachthof : die « Ochsenkathedrale » stand von 1925 bis 2002 in Betrieb. Wegen seiner ungewöhnlichen Bauweise gilt er als einmaliges Gebäude in Europa. Aufgrund der gesetzlichen Auflagen der Europäischen Union und da die Versorgung der Einwohner inzwischen anderseitig erfolgte, musste der Betrieb eingestellt werden.

Bad Kissingen (Deutschland)
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Die neobyzantinische Kirche des Sergius von Radonesch ist eine russisch-orthodoxe Kirche, die zu Ehren der Krönung von Zar Nikolaus II erbaut wurde. Die Grundsteinlegung erfolgte 1898 und die Weihe der Kirche am 18. Juli 1901. Aufgrund der zurückgekehrten Spätaussiedler ist dort eine ansehnliche Gemeinde entstanden.

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