Münnerstadt (Bad Kissingen)
Münnerstadt liegt im unterfränkischen Landkreis Bad Kissingen. Es handelt sich hier um ein uraltes Siedlungsgebiet, was Funde aus der Jungsteinzeit und Hallstattzeit beweisen.
Münnerstadt ist seit 1335 Stadt. Sie blickt auf eine sehr wechselvolle Herrschaftsgeschichte zurück, wobei die Grafen von Henneberg eine große Rolle spielten.
Auch Napoleon hatte seinen Teil dazu beigetragen, indem er Franken veränderte und Münnerstadt im Jahre1803 erstmals Bayern eingliederte.
Später verlor die Stadt immer mehr von ihrer früheren Bedeutung und wurde im frühen 20. Jahrhundert eine kleine Landstadt im Kreis Bad Kissingen.
Münnerstadt verfügt über die römisch-katholische Kirche St. Maria Magdalena. Der Bau der Kirche begann im 13. Jahrhundert unter dem Henneberger Grafen Poppo. Unter anderen, arbeitete der Bildhauer, Tilman Riemenschneider von 1490 bis 1492 an der Magdalenenretabel für die Kirche. Nach weiteren Änderungen kam es schließlich zu einer Gesamtrestaurierung in den Jahren 1975-78.
Ziemlich abgeschieden von Münnerstadt befindet sich die barocke Wallfahrtskirche « Talkirche » im Rannunger Tal. Sie stammt wahrscheinlich aus dem Jahre 1360, und es heißt in einer Sage, dass zwei Bauern dort in ein starkes Unwetter gerieten und deswegen das Gelübde leisteten, hier eine Kapelle zu erbauen, wenn sie unversehrt wieder nach Hause zurückkämen.
Neben der Kirche befindet sich ein Freialtar mit einer überlebensgroßen Kreuzigungsgruppe aus dem Jahre 1941. Das Werk stammt vom Bildhauer Gottfried Albert.