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Deutsch-Französische Fundstücke

Le Château de Dourdan (Essonne)

2. September 2015, 17:07pm

Veröffentlicht von Renate

Das unter Denkmalschutz stehende Schloss Dourdan stammt aus dem 13. Jahrhundert und befindet sich im Departement Essonne und der Region Île-de-France, etwa 45 Kilometer südwestlich von Paris.

Le Château de Dourdan (Essonne)
Le Château de Dourdan (Essonne)Le Château de Dourdan (Essonne)

Es ist das letzte von Philippe Auguste im Jahre 1222 errichtete Schloss, und folgte einer Holzbefestigung aus der Zeit von Hugo Capet. Es wurde beschützt von Ecktürmen und einem Donjon sowie von einem breiten trockenen Burggraben, der auch den Donjon umgab. Dieser 26 Meter hohe Turm war Symbol königlicher Macht und wurde nach dem Modell des Bergfrieds des Louvres erbaut.

Le Château de Dourdan (Essonne)
Le Château de Dourdan (Essonne)

Im Anschluss an die Affäre der Tour de Nesle, Johanna von Burgund, Gemahlin von Philipp V., wurde im Donjon des Schlosses im Jahre 1314 für ein Jahr inhaftiert. Nach ihrer bewiesenen Unschuld, wurde sie Königin von Frankreich.

 

Der Kampfgefährte von Jeanne d'Arc, Etienne de Vignoles, auch La Hire genannt, wurde ebenfalls im Donjon von Dourdan eingesperrt. Er konnte ihm jedoch im Jahre 1433 entkommen.

Le Château de Dourdan (Essonne)

Im Jahre 1591 wurde das Schloss stark während der Religionskriege beschädigt. Es verlor zwei Drittel seiner Höhe. Ab 1672 wurde daraus ein königliches Gefängnis, danach zur Zeit der Französischen Revolution ein Bezirksgefängnis. Bis 1852 wurden hier Gefangene untergebracht.

 

Joseph Guyot (1836-1924), Historiker, Archäologe und Sammler, hatte sich der Restaurierung des Schlosses gewidmet und den ehemaligen Salzspeicher zu einem Familienhaus umgebaut.

Le Château de Dourdan (Essonne)Le Château de Dourdan (Essonne)
Le Château de Dourdan (Essonne)

Seine Tochter, Elisabeth de Gaillard de Valdène, verkaufte die Burg an die Stadt Dourdan und bezog dafür eine Leibrente. Die Stadt wurde voller Eigentümer im Jahr 1969. Auf Anlass des Notars Jean Chanson wurde das Haus dann zu einem Museum umgewandelt.

In dem Museum befindet sich eine große geschichtliche Sammlung von Dourdan sowie archäologische Töpferwaren, ein Modell der Befestigungsanlage, Gegenstände von dem alten Hauptkrankenhaus, Reliefarbeiten, Gemälde, Skulpturen usw.

Guéridon époque Charles X

Guéridon époque Charles X

Le Château de Dourdan (Essonne)
Le Château de Dourdan (Essonne)

Der Bau der Kirche Saint-Germain l'Auxerrois dauerte von 1150 bis zum Beginn des dreizehnten Jahrhunderts. Sie wurde im Hundertjährigen Krieg und während der Religionskriege stark beschädigt und während der Französischen Revolution geplündert. Sie diente sogar als Gefängnis. Nach wiederholtem Wiederaufbau wurde diese imposante Kirche wieder für den Gottesdienst im Jahre 1795 geöffnet. Im neunzehnten Jahrhundert wurde sie dann innerhalb von etwa zehn Jahren wieder erheblich restauriert.

Le Château de Dourdan (Essonne)
Le Château de Dourdan (Essonne)Le Château de Dourdan (Essonne)

Die erste aus Holz bestehende Markthalle stammt aus dem Jahr 1228. Sie wurde 1836 wieder völlig neuerrichtet. Die Halle ist 38 Meter lang und 14 Meter breit.

Le Château de Dourdan (Essonne)
Le Château de Dourdan (Essonne)

Das Hôtel Dieu wurde im Jahr 1220 gegründet und beherbergte Pilger und Arme. Zwischen 1766 und 1770 wurde es wieder ganz erneuert und diente dann als Krankenhaus bis 1970. Heute ist es ein Altersheim.

Le Château de Dourdan (Essonne)

Das Hôtel Blanche de Castille war im siebzehnten Jahrhundert das Gasthaus "Aux Trois Roys“. Nach zahlreichen Besitzern wurde das Hôtel Blanche de Castille im Jahre 1969 am selben Ort unter Wiederverwendung früherer Materialien und vor allem der schönen Treppe wieder errichtet.

Le Château de Dourdan (Essonne)
Le Château de Dourdan (Essonne)
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