Burg Botenlauben (Bad Kissingen)
Die Burg ist 1206 erstmals als Ansitz des Grafen Otto von Henneberg genannt. Die Burganlage erstreckt sich über etwa 110 m in der Länge und ist ca. 30 m breit. Beide Enden werden von je einem mächtigen Rundturm eingenommen. Der ursprüngliche Zugang zur Burg erfolgte von Süden.
Die nördliche Hälfte wurde in den Jahren nach 1200, die südliche etwas später, bis 1234 erbaut. Die bauliche Anlage und die Ausführung der Burg Botenlauben gehen über das Niveau der üblichen Adelsburg deutlich hinaus : dafür sprechen die Weitläufigkeit der Anlage, die zwei Rundtürme und vor allem die urkundlich bezeugte Trennung von Wohnbau und Festaal, sowie die ebenfalls urkundlich erwähnte Turmkapelle, deren Lage nicht eindeutig bestimmbar ist.
Während des Bauernkrieges von 1525 hat der verräterische Burgkoch den Bauern Einlass gewährt. Diese belohnten ihn jedoch nicht wie versprochen, sondern töteten ihn. Seitdem geht sein Geist in stürmischen Nächten auf der Burg um...
Im 17. Jahrhundert diente die Burg als Steinbruch, bis König Ludwig I. von Bayern 1830 die Zerstörung endgültig beenden liess.