Overblog Alle Blogs Top-Blogs Reisen & Veranstaltungen
Edit post Folge diesem Blog Administration + Create my blog
MENU
Deutsch-Französische Fundstücke

Das Salzmuseum und die Saline in Salies-de-Béarn

31. Mai 2020, 12:31pm

Veröffentlicht von Renate

 

Das Weißgold von Salies-de-Béarn

 

Wir kennen bereits die Legende des Ebers, der verletzt und mit Salzkristallen übersät in der Nähe einer Salzquelle aufgefunden wurde. Diese Salzquelle befindet sich seit 1865 in der Crypte du Bayaà, um sie vor Verschmutzung zu schützen. Aber archäologische Ausgrabungen haben gezeigt, das das Salz in Salies-de-Béarn bereits durch Eindampfung des Salzwassers in der Bronzezeit gewonnen wurde (- 1500 vor Chr.).

 

Dieses Salz ist eine wissenschaftliche Seltenheit, denn das Wasser hat einen Salzgehalt von 300 Gramm pro Liter, also er ist zehn mal höher als der des Meerwassers, das 32 Gramm pro Liter enthält.

 

Die Herstellung des Salzes beginnt mit seiner Beförderung von der Quelle Oraas zu den Salinen, die sich nordwestlich des Stadtviertels der Thermalbäder befinden. Darauf folgt der Klärvorgang, indem man das Quellwasser in großen Wasserbecken lagert. Das geklärte Wasser wird danach in Salzpfannen bis auf 83°C erhitzt, um die Eindampfung und Kristallisierung des Salzes zu bewirken. Die Kristallisierung erfolgt auf natürliche Weise und das so kristallisierte Salz lagert sich am Pfannenboden ab. Es wird jeden Tag mit einem Kran ausgehoben, entwässert und auf natürliche Weise getrocknet. Auch wird diesem Salz kein Antiklumpmittel hinzugefügt.

 

 

Durch Wind und Sonne entstehen an der Oberfläche Salzflocken : la Fleur du Sel (die Salzblume) - die auch Salzkaviar genannt wird. Diese Salzblume entsteht bei der ersten Kristallisierung, wonach sie mit Hand abgeschöpft wird.

 

 

Danach wird das Salz am Ort in verschiedenen Formaten verpackt.


Das Thermalbad in Salies-de-Béarn wird mit der Mutterlauge der Saline, in der viele Spurenelementen und Mineralien enthalten sind, versorgt.

 

 

Das Salzmuseum befinet sich in einem typischen Haus von Salies-de-Béarn. Dort kann man sich über die Anfänge des Salzabbaus, die Entwicklung des Thermalviertels und die geologischen Zeitalter der Stadt belehren lassen.

 

 

Die Geschichte, die Bearnaisischen Überlieferungen aus dem XIX. Jahrhundert und die "Belle Époque" sind ebenfalls dargestellt sowie ein Atelier über die Salzherstellung. Man kann auch mehr über das Spielkasino von 1930 und über die Entwicklung des Thermalbades erfahren.

 

Hier ist ein Kinderwagen aus dem XX. Jahrhundert zu sehen, in dem man die Kinder in Salies-de-Béarn spazierenfahren konnte.

 

 

Eine Waage zum wiegen des Salzes, das Anfang des XX. Jahrundert in großen Jutesäcken verwahrt wurde.

 

Ein Atelier, in dem man Sandalen aus Naturstoffen herstellte, die sich praktischer auf den steinernen Wegen der Berge erwiesen als Holzschuhe.

 

 

Hier eine sehr hübsche Treppe aus dem Schloss Saint-Vincent in Salies-de-Béarn, das von der Familie Gassion im XIX. Jahrhundert gebaut wurde. Hierzu kann der berühmte Jean III. de Gassion erwähnt werden, der vom König Ludwig XIV. im Jahre 1643 zum Marschall von Frankreich ernannt wurde.

 

Kommentiere diesen Post