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Deutsch-Französische Fundstücke

Josbaig-Tal (Acquitaine)

27. März 2020, 11:23am

Veröffentlicht von Renate

  Das Josbaig-Tal liegt am Fuss der Pyrenäen im Béarn. Der Name stammt von dem Fluss "Joos" und des einheimischen Namens "baig", was mit Tal zu verstehen ist. Es besteht aus 6 Gemeinden : Aren, Géronce, Geüs-d'Oloron, Orin, Saint-Goin und Préchacq-Josbaig. Nachstehend eine kurze Übersicht des Kulturerbes.

 

Orin Ist seit 1385 bekannt und war von 20 Familien bewohnt. Wie auch viele andere Dörfer der Umgebung, gehörte dieses Dorf zu diesem Zeitpunkt zur Baillage von Oloron. Die Archive überlieferten, dass es hier im Jahr 1365 ein Laienkloster gab, das jedoch im Jahre 1385 aufgeteilt wurde.

 

 

 

Auf den nachstehenden Fotos ist die Kirche Saint Martin und das Schloss zu sehen, das der Kirche angeschlossen ist.

 

 

 

Die Gemeinde Géronce stand, wie auch Orin, 1395 unter dem Baillage von Oloron. Es wird angenommen, dass in den XIII. und XVII. Jahrhunderten die meisten Dörfer im Béarn von Zäunen umgeben waren und ein Gefängnis hatten, dabei machte Géronce keine Ausnahme. Es gab auch mehrere Mühlen, die eine rege Landwirtschaft unterstützten.

 

 

Die Kirche Saint-Laurent verfügt über drei wunderschöne Altarretabel und wurde im Jahre 1720 gebaut. Sie befindet sich am Prat (Weide), an dem der Fluss Joos vorbeifließt. Hier ist die Brücke des Prat - die beiden anderen heißen Dous und Viallé.

 

 

 

Nach der Zerstörung der ehemaligen romanischen Kirche in Saint Goin im Jahre 1844, wurde die neue Kirche Saint-Jacques-le-Majeur auf dem Landgut des Schlossherrns Emmanuel Lagarde errichtet. Man kann hier noch Zierelemente der früheren romanischen Kirche finden.

 

 

Von der romanische Kirche Notre-Dame in Geüs-d'Oloron ist nur die Absis der Epoche übriggeblieben. Sie wurde teilweise im XIX. Jahrhundert neu aufgebaut. Die Arbeiten begannen im Jahre 1855 und wurden 1885 beendet. In dem Jahr fand auch ihre Weihe statt.

 

 

 

Das Dorf Aren befindet sich in der Nähe des Gave d'Oloron und seinem Zufluß Joos. Im Laufe der XII. und XIII. Jahrhunderte wurden die Herrscher von Aren regelmässig in den Archiven erwähnt. Auch war Aren bereits in den von Gaston Fébus im Jahr 1385 beauftragten Bevölkerungszählungen erhalten.

 

 

 

In der Dorfmitte steht das Schloss aus dem XV. Jahrhundert, das dem reichen Kaufmann aus Oloron, Ramon-Arnaut de Marrun, gehörte und der vorwiegend mit Stoffen in den Pyrenäen handelte. Nachdem das Schloss von der Familie Mesplès im XVII. Jahrhundert vergrößert wurde, verfiel letzteres in den Jahren danach. Die Ruinen wurden 1978 von dem gegenwärtigen Besitzer aufgekauft und das Schloss somit gerettet.

 

 

 

Es wird angenommen, das der romanische Stil der Kirche Saint-Jean-Baptiste von Aren aus dem X. oder XI. Jahrhundert stammt. Während der Religionskriege wurde die Kirche auf Anordnung von Jeanne d'Albret zu einem Tempel bevor Heinrich IV. sie danach wieder dem katholischen Glauben zuordnete.

 

 

 

 

Im XVI. Jahrhundert gab es hier auch eine säkulare Abtei mit einer privaten Kapelle, von der nur noch Mauerspuren an der nordwestlichen Fassade der Kirche übriggeblieben sind.

 

Der Taubenschlag war damals ein adeliges Privileg. Der von Aren stammt aus den XV. und XVII. Jahrhunderten. Der Taubenschlag ist 4 Meter hoch und seine Seitenhöhe beträgt 2,50 Meter.

 

 

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