Laàs (Béarn)
Das Dorf Laàs war bereits im Hochmittelalter Herrensitz dank seiner Bauern und Handwerker des 12. Jahrhunderts sowie der Pilger, die sich nach Saint-Jacques-de-Compostelle begaben. Henri IV. machte es 1610 zur Baronnie. Heute gehört es zu den französischen Gemeinden des Departements Pyrénées-Atlantiques und hat etwa 130 Einwohner.
Es ist ein sehr schönes mit hübschen Blumen geschmücktes Dorf, wofür sich ein Besuch unbedingt lohnt. Es dürfen dabei natürlich nicht das Schloss und die Kirche aus dem 11. Jahrhundert vergessen werden.
Louis Serbat, diplomierter paläographischer Archivar der Schule von Chartres, und seine Frau, Madeleine Piscator de Vaufreland, erwarben 1946 das Schloss von Laàs. Sie waren die letzten Besitzer dieses Herrenhauses aus dem 17. Jahrhundert, welches seit 1981 dem Rat des Departements der Pyrénées-Atlantiques gehört.
Die Eheleute Serbat waren leidenschaftliche Kunstsammler, und um das Schloss und die Räume herzurichten und mit Meubeln zu versehen, wohnten sie zuerst in den Nebengebäuden.
Ihre Bemühungen wurden zu einem echten Erfolg! Das Schloss, das seit ihrem Tod zu einem Museum geworden ist, hat keine Barrieren mehr. Madeleine und Louis Serbat hatten den Wunsch, die Öffentlichkeit als Gäste und nicht nur als Besucher zu empfangen. Sie können Meisterwerke, Wandteppiche der königlichen Manufakturen von Gobelins und Abusso, Geschirr mit Werken von Goldschmieden, Porzellan aus den Manufakturen von Sèvres, Paris und Tournai bewundern sowie Kristallarbeiten von Saint-Louis und Baccarat.
Die Küche
das Esszimmer
der Musiksalon
die Bibliothek
das Schlafzimmer
Wandteppiche
Man kann auch im 12 Hektar großen Park schön spazieren gehen und sogar in den Baumhäusern übernachten. Auch sind mehrere angelegte Lanschaftsgärten zu bewundern. Es gibt vor allem englische, französische und italienische Gärten, romantische Wege, exotische und ebenfalls Obst- und Gemüsegärten. Seit 1996 findet auch an jedem Himmelfahrts-Wochenende im Park das Musikfestival des Transhumances statt.
Die Kapelle Saint-Barthélemy befindet sich am Ende des Dorfes und dank der katholischen Pfadfinder konnte ihr Bau wieder hergestellt werden. 1993 mussten vierzig Tonnen Erde ausgehoben werden, worunter sich diese Kapelle befand. Mehr als 2.500 junge Mädchen, die Caravelles im Alter von 14/16 Jahren, arbeiteten 7 Jahre lang an dieser Sommerbaustelle, um zu einem großartigen Ergebnis zu kommen, das heute wirklich bewundert werden kann.
Im Zentrum des Dorfes steht die gleichnamigen Kirche Saint-Barthélemy aus dem XIX. Jahrhundert.
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Auf dem Platz vor der Kirche befindet man sich im "Zentrum der Welt und des Universums"! Es gibt dort Sonnenuhren und vor allem Wegweiser zu den Großstädten der Welt. Weitere Plakate erklären uns unter anderem : "Warum der September nicht der 7. Monat ist ?" Oder "warum Montag vor Dienstag fällt ?"