Overblog Alle Blogs Top-Blogs Reisen & Veranstaltungen
Edit post Folge diesem Blog Administration + Create my blog
MENU
Deutsch-Französische Fundstücke

Trier (Deutschland)

1. August 2015, 15:49pm

Veröffentlicht von Renate

50 km nordöstlich von Luxemburg und 100 km von Metz entfernt, liegt die älteste Stadt Deutschlands, Trier. Sie befindet sich an der Mosel und bildet einen wahren historischen Scheideweg und Treffpunkt zwischen keltischen, germanischen und römischen Völkern.

 

Nach Eroberung Galliens durch Julius Cäsar kam die Region Treverer zwischen Rhein und Maas unter die Herrschaft des römischen Reiches. Die im 17. Jahrhundert vor Christus unter der Herrschaft des Kaisers Augustus gegründete Stadt Trier, wurde Hauptstadt dieser Region; sie trug währnd der Zeit den lateinischen Namen Augusta Treverorum.

 

 

Mit der Gründung der Stadt wurde gleichzeitig in der Nähe einer alten Flussüberquerung die erste Holzbrücke über der Mosel gebaut. Trier ist eine Flussstadt, die zur Zeit der Römer und während des Mittelalters über große Häfen verfügte. Man kann dort noch immer einen mittelalterlichen Kran zum Be- und Entladen von Schiffen sehen.

Trier (Deutschland)
Trier (Deutschland)Trier (Deutschland)

Die Stadt wurde einst von einer von fast 6,5 Kilometer langen Stadtmauer umgeben. Es wird angenommen, dass damals mindestens fünf Tore existierten, eins davon ist die Porta Nigra (schwarzes Tor), die sich noch immer am nördlichen Eingang der Stadt befindet.

Trier (Deutschland)

Das Fundament der Porta Nigra bestand aus 4 Metern, die Mauer selbst war 3,40 Meter dick und der Laufgang befand sich 6,20 Meter über dem Niveau der Straßen der Stadt. Der Bau wurde mit großen Quadersteinen aus weißem Sandstein ohne Mörtel durchgeführt, die Befestigung war nur durch Eisenhaken gesichert.

 

 

Der Pilgerführer, Simeon, ließ sich in einer Einsiedlerzelle in der Porta Nigra einmauern, um dort ganz zurückgezogen als Einsiedler zu leben. Nach seinem Tod geschahen viele Wunder, woraufhin Simeon kanonisiert wurde. Neben der Porta Nigra befindet sich das nach ihm benannte Städtische Museum Simeonstift. Es handelte sich dabei um das älteste zweigeschossige Kloster Deutschlands mit seinem malerischen Innenhof.

 

Trier (Deutschland)Trier (Deutschland)
Trier (Deutschland)

Nicht weit entfernt - zwischen der Porta Nigra und dem Hauptmarkt, befindet sich das Dreikönigenhaus und die Judengasse. Das Dreikönigenhaus wurde um 1230 turmförmig von einem Schöffen aus Trier gebaut. Der Haupteingang befand sich auf der ersten Etage.

Trier (Deutschland)

Jetzt gelangen wir zum Hauptmarkt. Mit seinem Marktkreuz wurde dieser Platz im Jahre 958 zentraler Marktplatz. Das Marktkreuz besteht aus einem Standsockel, einer Säule und einem Palmetten-Lotus-Kapitell. Es ist eines der ältesten dieser Art. Es ist Zeichen bischöflichen Herrschaft, Marktgericht und Symbol des Stadtzentrums, um den sich der Markt entwickelte. Es befindet sich dort ebenfalls der Petrusbrunnen, der im Jahre 1595 vom Bildhauer Hans Ruprecht Hoffmann erbaut wurde. Weiterhin befinden sich dort ebenfalls die schönen Fachwerkhäuser.

Trier (Deutschland)Trier (Deutschland)
Trier (Deutschland)

Die Domkirche St. Peter und die daneben stehende Liebfrauenkirche erinnern an ein erstes christliches Gemeinwesen hier in Trier. Die Mauern der Kathedrale zeigen die unverkennbare Bauweise der römischen Bauherren.

Trier (Deutschland)Trier (Deutschland)
Trier (Deutschland)Trier (Deutschland)Trier (Deutschland)

Es wird angenommen, dass der Bau der Liebfrauenkirche - Zeuge des früheren französisch-gotischen Einflusses - um 1235 begann. Sie grenzt am Sankt Petersdom und beide stehen auf der Liste des UNESCO-Welterbes.

Trier (Deutschland)
Trier (Deutschland)Trier (Deutschland)

Die imposante Basilika war einst die Audienzhalle der römischen Kaiser. Seit dem 3. Jahrhundert, war sie zunächst Palast von Kaiser Konstantin, dann Palast der Kurfürsten, Lazarett und Kaserne. Heute ist sie dem protestantischen Gottesdienst vorbehalten.

Trier (Deutschland)Trier (Deutschland)
Trier (Deutschland)

Hier ist die ehemalige Residenz der Kurfürsten mit ihrer Rokokofassade und ihren schönen Gärten. Das Palais wurde zwischen 1756 und 1761 von dem Architekten Johannes Seiz und dem Bildhauer Ferdinand Tietz gebaut. Man kann im Garten Nachbildungen von göttlichen Statuen und Reste einer mittelalterlichen Stadtmauer finden.

Trier (Deutschland)Trier (Deutschland)
Trier (Deutschland)

Gegenüber des Palais befinden sich die Ruinen der Kaiserbäder. Dieser große Komplex (250 x 145 Meter) wurde am Ende des 3. Jahrhunderts geplant. Es umfasste heiße und kalte Bäder sowie einen Sportplatz. Bis auf den Rohbau wurden jedoch die geplanten Thermen nie vollständig beendet. Anscheinend hatte sich Kaiser Konstantin ab 312 dem Mittelmeer zugewandt, worauf ihm dann die Mittel für die Bäder von Trier fehlten.

Trier (Deutschland)
Trier (Deutschland)Trier (Deutschland)
Kommentiere diesen Post
I
Gut gemacht, war für mich auch sehr lehrreich. Gruß Inge
Antworten