Haras de Jardy (Hauts de Seine)
Am Ort des heutigen Gestüts von Jardy stand im Jahre 1120 ein kleines Kloster oder eine Priorei, welche der Abtei von Tiron zugehörte. Es wird angenommen, dass der Name Jardy von einem ehemaligen kleinen Wald übernommen wurde. Hier bestellte ein großer Bauernhof das Land bis zum späten neunzehnten Jahrhundert.
Etwa 30 Minuten von Paris entfernt, in Marnes-la-Coquette (Hauts-de-Seine), befindet sich dort heute das größte Reitzentrum Frankreichs. Es bietet drei beleuchtete Pferderennbahnen, von denen eine mit 8260 m² zu den fünf größten Europas zählt, drei überdeckte Reithallen (davon 1 Olympiastadium) und eine mobile Reithalle, ein Ponyclub mit 48 Pferdeboxen, eine Galopprennbahn, internationale Ausritte, ein direkter Zugang zum Wald und einen ultramoderner Ponyclub mit einem Round-Pen und 114 Stallungen für die Pferde.
Gegründet wurde dieses Zentrum im Jahre 1891 von Edmond Blanc, ehemaliger Bürgermeister von La Celle Saint Cloud, Abgeordneter von Bagnères-de-Bigorre und sehr bedeutender Inhaber und Züchter von Rennpferden. Im Jahre 1943 verkauften die Erben von Edmund Blanc das Gestüt an den bekannten Textilmagnat und leidenschaftlichen Pferdeliebhaber Marcel Boussac. Dank seiner "Rüschen-Revolution" von 1911, durch die er den Frauen erlaubte, sich farbenfreudiger zu kleiden, war Marcel Boussac in der Lage, sein erstes Rennpferd im Jahr 1914 zu erwerben. Das Gestüt von Jardy ist heute Besitz des Generalrats der Hauts-de-Seine.