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Deutsch-Französische Fundstücke

Oloron Sainte-Marie (Béarn) - 1 -

31. März 2020, 16:03pm

Veröffentlicht von Renate

Oloron-Sainte-Marie ist ungefähr 40 Km von der Stadt Pau entfernt und befindet sich an den Pyrénées Atlantiques - in der Nähe der Weinberge des Jurançon. Sein Fluss Gave Oloron entstand im Stadtzentrum durch den Zusammenfluss des Gave d'Aspe und Gave d'Ossau. Die Einwohner nennen sich Oloronais.

 

Die ehemalige römische Stadt Iluro (Stadt de Gewässer) wurde im I. Jahrundert gegründet und befand sich im heutigen Stadviertel Saint-Marie an der Stelle der gegenwärtigen Kathedrale. Trotz Errichtung der Stadtbefestigungen, insbesondere um das Stadtviertel Saint-Croix herum, konnten diese nicht die feindlichen Angriffe der Vascons im VII. Jahrhundert verhindern. Danach geriet die Stadt in Vergessenheit bis Graf Centulle V, der Junge, im Jahre 1080 die neue Stadt Oloron auf dem früheren römischen Oppidum bauen ließ, weil dieser am sichersten war, um die Einwohner gegen feindliche Eindringlinge zu beschützen. Er ließ ebenfalls die Kirche Sainte-Croix errichten. Im unteren Teil der Stadt, an der linken Seite des Flusses Aspe, entwickelte sich ein Vorort um die Kathedrale Sainte-Marie herum, die sich die Bischöfe im XIII. Jahrhundert zu eigen machten. Danach gab es Jahrhunderte lang Rivalitäten zwischen der Burg des Vicomte und dem Bischofsitz. Diesen Rivalitäten wurde 1858 durch einen kaiserlichen Erlass ein Ende gesetzt.

 

 

 

In Oloron gibt es drei historische Stadtviertel und ich möchte mit dem der Sainte-Marie und der Kathedrale beginnen. Sie ist als Teil im Weltkulturerbe der UNESCO "Jakobsweg" in Frankreich eingetragen.

 

 

 

 

Die Kathedrale stammt aus dem XII. Jahrhundert bevor sie - wie oben erwähnt - im XIII. Jahrhundert den Bischöfen unterstellt wurde. Unter dem Portal-Glockenturm befindet sich ein Tor, das mit verschiedensten historischen Schaubildern versehen ist wie zum Beispiel zwei angekettete Sarazenen, Wölbungen die u.a. dem Himmel und der Erde gewidmet sind.

 

 

 

 

Nachstehend ist die Orgel aus dem Jahr 1650 abgebildet sowie das Innere der Kathedrale. Es gibt einen Schatz, der hier versteckt ist, es soll sich dabei um eine kleine bearnaise Wiege, verschiedene Kleidungs- und Schmuckstücke handeln.

 

 

 

Einige hübsche Häuser auf dem Platz vor der Kathedrale.

 

 

 

 

Archäologische Ausgrabungen haben bewiesen, dass die naheliegenden Gewässer den Römern ermöglicht hatten, Thermalbäder mit einer Fussbodenheizung (ein Hypokaustum) einzurichten; dieses System wurde unter der Kathedrale gefunden. Es war damals bereits bekannt, dass Thermalbäder für Gesundheit, Körperpflege und Sport sehr wichtig waren... Eine Nachbildung der Bäder wurde teilweise gegenüber der früheren Bauten realisiert.

 

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